Blog

Warum ich bei der Anreise nach La Palma auf den Mietwagen verzichte

Vor ein paar Jahren habe ich meinen ersten Urlaub auf La Palma gemacht. Wie jeder andere Reisende auch, buchte ich direkt am Flughafen einen Mietwagen. Ich stand eine Stunde in der Schlange, unterschrieb einen Vertrag, den ich nicht vollständig las, und fuhr los. Drei Tage später hatte ich eine Panne auf einer Nebenstraße im Norden. Der ADAC half nicht, weil ich im Ausland war. Die Autovermietung verlangte 400 Euro für den Abschleppdienst. Seitdem mache ich es anders. Ich organisiere meinen Mietwagen vorab und achte genau darauf, bei wem ich buche. Meine Empfehlung ist lapalma-mietwagende.com, weil die dort transparent mit Versicherungen und Pannen umgehen. Aber das ist nicht der Grund, warum ich heute rate, das Auto stehen zu lassen.

Viele Besucher sehen La Palma als Insel, die man nur mit dem Auto erkunden kann. Sie haben recht, wenn sie schnell viele Sehenswürdigkeiten abklappern wollen. Aber ich habe in den letzten Jahren immer mehr Zweifel bekommen. Ist das wirklich die beste Art, diese Vulkaninsel zu erleben? Ich habe mit einigen Einheimischen gesprochen, die mir ihre Sicht schilderten. Sie erzählten, dass der Verkehr in den engen Bergstraßen zunimmt. Und dass Parkplätze an den beliebten Aussichtspunkten knapp werden. Das brachte mich auf eine Idee, die ich in diesem Artikel teilen möchte.

Die Straßen sind enger als gedacht

Als ich das erste Mal über die Nordstraße fuhr, musste ich anhalten. Vor mir kam ein Bus um die Kurve. Ich stand mit meinem Kleinwagen auf einer Fahrbahnbreite von vielleicht vier Metern. Der Busfahrer winkte, ich setzte zurück bis zu einer Ausweichbucht. Es dauerte fünf Minuten. Solche Situationen wiederholten sich. Die Straßen auf La Palma sind nicht für breite SUVs ausgelegt. Viele Urlauber mieten aber genau solche Fahrzeuge. Sie stehen dann in den Kurven und blockieren die Sicht. Einheimische Autofahrer schütteln den Kopf. Ich habe mir angewöhnt, an manchen Tagen einfach zu Fuß zu gehen.

Die Wanderwege sind besser als der Fahrersitz

La Palma hat Hunderte Kilometer markierte Wanderwege. Ich habe den Ruta los Volcanes gelaufen, der durch die Vulkanlandschaft führt. Dort traf ich kaum andere Leute. Die Stille war erstaunlich. Man hört die Vögel, den Wind, das Knirschen des Lavagesteins unter den Schuhen. Mit dem Auto fährt man an diesen Orten vorbei. Man hält vielleicht für ein Foto, aber man taucht nicht ein. Ein Wanderer, den ich traf, sagte: „Ich bin seit drei Wochen hier. Ich habe noch keinen Mietwagen gebraucht.“ Er übernachtete in Schutzhütten und kaufte Proviant in den kleinen Dörfern. Das war für mich ein neuer Blickwinkel.

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert überraschend gut

Ich war skeptisch. Busse auf einer dünn besiedelten Vulkaninsel? Klingt schlecht. Aber ich probierte es aus. Vom Hauptort Santa Cruz fuhr ich mit der Linie 200 nach Los Llanos. Der Bus kam pünktlich, war sauber und kostete weniger als zwei Euro. Der Fahrer erklärte mir, welche Haltestelle ich für den Wanderweg zum Caldera de Taburiente nehmen sollte. Er hatte einen Zettel mit Fahrplänen auf dem Armaturenbrett liegen, den er mir gab. Die Busse verbinden die wichtigsten Dörfer und Talstationen. Man muss nur die Zeiten kennen. Und man muss Geduld haben, wenn mal ein Bus ausfällt. Aber das passiert nicht öfter als auf dem Festland.

„Wer mit dem Bus reist, lernt die Insel aus einer anderen Perspektive kennen. Man sieht die Dörfer aus dem Fenster und kann jederzeit aussteigen, weil der Fahrer an jeder Haltestelle hält, die jemand wünscht.“ — Ein pensionierter Busfahrer aus Tazacorte

Parkplatzsuche kostet Zeit und Nerven

In den Altstädten von Santa Cruz und Los Llanos gibt es nur begrenzte Parkplätze. Ich habe einmal 20 Minuten um den Block gekreist. Andere Autos standen mit laufendem Motor, in der Hoffnung, dass jemand wegfährt. Dann fand ich einen Platz in einer Tiefgarage, zahlte 8 Euro für zwei Stunden und war genervt. Die Einheimischen haben Jahreskarten für die Parkzonen. Touristen zahlen oft teure Gebühren. Ich frage mich manchmal, ob die Summe, die man für Parkgebühren und Mietwagen ausgibt, nicht sinnvoller in eine geführte Wanderung investiert wäre. Der Guide fährt einen dann mit einem Kleinbus zu den Startpunkten.

Die Tankstellen sind selten und teuer

Es gibt keine Tankstelle auf dem Norden der Insel, wenn man von der Hauptstraße ins Gebirge abbiegt. Einmal fuhr ich mit Reserve zur nächsten Zapfsäule. Die lag in einer kleinen Ortschaft und hatte nur bis 18 Uhr geöffnet. Ich kam um 17:45 an, aber der Besitzer war schon weg. Ich musste bis zum nächsten Morgen warten. Das Benzin ist auf La Palma etwa 20 Cent teurer pro Liter als auf dem spanischen Festland. Wenn man eine Woche unterwegs ist, kommen da schnell 20 bis 30 Euro zusammen. Für den Preis kann man mehrere Busfahrten bezahlen. Oder ein Taxi für eine bestimmte Strecke.

Das Gefühl der Freiheit entsteht anders

Ich habe oft gehört: „Mit dem Auto bin ich flexibel.“ Das stimmt bedingt. Aber Flexibilität bedeutet auch, dass man sich um das Fahrzeug kümmern muss. Wo parke ich heute? Ist mein Auto sicher? Habe ich genug Sprit? Das lenkt ab. Ich erinnere mich an einen Nachmittag im Lorbeerwald von Los Tilos. Ich saß auf einer Bank und hörte dem Wasserrauschen zu. Neben mir stand ein Mann, der mit dem Bus gekommen war. Er sagte: „Ich muss nicht zurück zum Auto. Ich kann hier bleiben, bis der letzte Bus um 19 Uhr fährt.“ Das war eine andere Form von Freiheit. Die Freiheit, nicht fahren zu müssen.

Ich will nicht sagen, dass ein Mietwagen nie sinnvoll ist. Für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann er die beste Wahl sein. Aber für Einzelreisende oder Paare, die zwei Wochen wandern wollen, gibt es Alternativen. Ich habe gelernt, dass die Insel nicht kleiner wird, wenn man langsamer reist. Sie wird größer. Weil man neben der Straße auch die Pfade geht, die kein Auto befahren kann.